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GEHÖRT E-SCOOTERN DIE ZUKUNFT?

GEHÖRT E-SCOOTERN DIE ZUKUNFT?

Seit Juni 2019 sind E-Scooter in Deutschland nun schon für den Straßenverkehr zugelassen. Diese kleinen Flitzer sieht man seither überall, aber vor allem in Großstädten, herumdüsen.

Zahlreich werden elektrische Tretroller zum Verleih angeboten und auch privat entscheiden sich immer mehr Menschen dazu, sich einen eigenen Elektroroller zuzulegen.

Doch die Stimmen um das Thema Elektromobilität, insbesondere E-Scooter, sind nicht ausschließlich positiv.

Was hat es genau mit diesem Thema auf sich? Welche  Vor- und Nachteile haben sich bereits gezeigt und gehört den E-Scootern denn nun die Zukunft? Wir gehen der Sache in diesem Beitrag auf den Grund.

 

DAS PRINZIP

Der E-Scooter: Er sieht aus, wie diese sportlichen Tretroller, die wir alle in unserer Kindheit in der Garage stehen hatten.

Jetzt gibt es sie nicht nur auch für Erwachsene, sie fahren auch noch (fast) von ganz allein.

Angetrieben von einem Motor und einem Akku steigen die Geschwindigkeit und der Spaßfaktor ins unermessliche.

In großen Städten kann man sie sich sogar leihen und somit ersetzen sie bei Sightseeing-Touren mittlerweile die kultigen Segway’s auf denen man seit 2001 stehend die Gegenden erkunden konnte.

Auch Pendler haben die straßenzulässigen Elektroroller für sich entdeckt und nutzen sie in Kombination mit Bussen und Bahnen, um zügig von A nach B zu kommen.

Diese futuristisch anmutende Art und Weise sich fortzubewegen hat alleridings nicht nur Fans, denn bei der Umsetzung dieser umweltfreundlichen Zukunftsvision gibt es zugegebener Maßen noch ein wenig Luft nach oben.

Wir haben die wichtigsten Punkte im Folgenden für dich zusammengetragen:

VORTEILE

  • Umweltbewusst
    • Dass ein E-Scooter weder durch Diesel noch durch Benzin o. Ä. die Luft verschmutzt ist offensichtlich, doch selbst das regelmäßige Aufladen des Akkus bedarf nicht sehr viel Strom.
  • Niedrige Betriebskosten
    • Um mit deinem E-Roller viel Fahrfreude zu haben, brauchst du ihn nur regelmäßig aufladen und ab und an warten. Der Strom sowie Ersatzteile sind erschwinglich. Was oft als Kritikpunkt angeführt wird, sind hohe Anschaffungskosten, doch einen eigenen E-Scooter bekommst du schon ab ca. 400€. Natürlich kann man, je nach Bedürfnissen und finanziellen Mitteln auch bis zu 2.500€ ausgeben, jedoch gleichen sich die Anschaffungskosten im Laufe der Nutzung sehr schnell aus.
  • Zügig unterwegs
    • Mit bis zu 23 km/h (zugelassene Hächstgeschwindigkeit von 20 km/h plus 3 km/h Toleranz) kannst du dich auf der Straße Fortbewegen.
  • Kein Lärm
    • Du hast dein Schlafzimmerfenster zur Straße raus und kannst bei geöffnetem Fenster kaum in Ruhe deinen Mittagsschlaf halten? Wie schön wäre es, wenn jeder sich nur noch mit dem E-Scooter fortbewegen würde?
  • Fortbewegung an der frischen Luft
    • Gerade in den letzten 3 Jahren ist durch die Pandemie der Wunsch eines jeden einzelnen gestiegen, sich möglichst wenig mit vielen (fremden) Menschen in geschlossenen engen Räumen aufzuhalten. Wer allerdings auf den ÖPNV angewiesen ist, kann sich dem kaum entziehen. Ein E-Scooter spart dir viele Strecken mit Bus und Bahn und kann, im Bedarfsfall, auch in Kombination genutzt werden. So tankst du unterwegs viel frische Luft und schützt dich vor Infektionen.
  • Keine Schweißflecken
    • Ein weiterer großer Vorteil von E-Scootern ist, dass du dich sehr wenig bewegen musst, um vorwärts zu kommen. Natürlich ist Bewegung sehr gesund. Dies spricht wiederum für das Fahrradfahren, jedoch kannst du im Meeting, morgens um 8:30 Uhr sicherlich gut und gerne auf Schweißflecken und klebrige, zerzauste Haare verzichten. Auch der Besuch im Restaurant fühlt sich frisch am besten an, nicht wahr?
  • Keine Parkplatzsuche
    • Last but definitiv NOT LEAST: Du sparst dir, egal wo du hinfährst die nervige Parkplatzsuche. Viele E-Scooter-Modelle wiegen weniger als 20 kg, sind klappbar und können somit überall mit hingenommen und verstaut werden.

 

NACHTEILE

  • E-Roller ersetzen noch zu selten das Auto
    • Da die Reichweite eines E-Scooters momentan noch zwischen 20 und 80 Kilometern liegt, sind manche Strecken noch effektiver mit einem Auto zurückzulegen. An dieser Tatsache arbeitet die Elektromobilitätsbranche allerdings schon mit Hochdruck.
  • Weniger umweltfreundlich als das Fahrrad und der gute alte „Fußbus“
    • Wenn wir beim E-Scooter von „Umweltfreundlichkeit“ sprechen, gewinnen wir natürlich mit Leichtigkeit gegen Autos, Busse und Bahnen. Das Fahrradfahren und zu Fuß gehen jedoch ist natürlich immer noch weitaus umweltfreundlicher. Keine Frage. Jedoch gibt es viele Strecken und/ oder Anlässe, die sich eher für eine E-Roller-Tour eignen.
  • Leihroller stehen oft im Weg herum
    • Wer sich über diesen Umstand aufregt hat beides: Recht und Verantwortung. Dass die Leihgeräte oft kreuz und queer im Weg stehen, liegt nämlich am Benutzer und nicht am Roller.
  • Das Fahren ist kein „Kinderspiel“
    • Natürlich lernt man es sehr schnell, mit dem E-Scooter herumzucruisen. Jedoch bedarf es auch hier natürlich ein gewisses Geschick. Außerdem ist eine Kenntnis über die gängigen Verkehrsregeln und Gesetze unabdingbar, wenn du deinen E-Scooter im Straßenverkehr nutzen möchtest. Du musst dich an viele Regeln halten, ansonsten bringst du dich und andere in Gefahr und musst mit Bußgeldern rechnen. Aber diese Tatsache hält uns alle ja auch nicht vom Autofahren ab. ;)
  • Umweltschädliche Logistik
    • Die E-Scooter, die du dir vielerorts leihen kannst, müssen Abends abgeholt werden, um wieder aufgeladen zu werden und werden morgens natürlich wieder zurück zu den Sammelstellen gebrach. Das ganze geschieht per Auto. Diesem Kontrapunkt kann man jedoch ganz einfach mit der Nutzung eines EIGENEN E-Scooters entgegen wirken. Wir beraten dich sehr gerne, wenn du dich diesbezüglich erkundigen möchtest. Schreibe uns dazu einfach eine Marl mit all deinen Fragen.

Ein weiteres Kontra-Argument, das viel von „E-Scooter-Gegnern“ aufgeführt wird, ist eine geringe Lebensdauer der Elektroscooter. Dieses Argument traf vielleicht in der Anfangsphase der E-Scooter-Mobilität zu. Mittlerweile jedoch haben sich die meisten Hersteller auf die Fahne geschrieben, den E-Scooter langlebig und somit noch Umweltfreundlicher zu machen.

Mit sehr gutem Beispiel voran geht der deutsche Hersteller STREETBOOSTER. Jochen Dietermann und sein Team bauen innovative E-Tretroller, für die man ALLE Teile als Ersatzteile nachbestellen kann. So hast du sehr lange sehr viel Freude an deinem E-Flitzer.

Mehr über die Marke STREETBOOSTER erfährst du übrigens in diesem Blogbeitrag.

Und den STREETBOOSTER Two kannst du hier direkt in deinen Einkaufwagen schieben.

 

GROSSES POTENTIAL

Zum jetzigen Zeitpunkt werden E-Scooter noch überwiegend als Leih-Fahrzeuge gesehen und im Eigengebrauch greift man eher noch zum Fahrrad, jedoch stecken die E-Scooter noch in den Kinderschuhen. Sie haben sich bereits in den letzten drei Jahren enorm zum Positiven gewandelt und wir sind noch lange nicht an der Endstation angekommen.

Die oben genannten „Problemchen“ die der E-Scooter-Gebrauch noch aufweist werden nach und nach ausgemerzt.

Die häufig anzutreffenden Mietroller sind eher kontraproduktiv für das Image der E-Roller, da sie Anwohnern oft im Weg stehen und unpfleglich behandelt werden.

Der Ansatz, mit dem E-Scooter spannende Ausflüge zu unternehmen und ihn auch für weitere Strecken. In Kombination mit der Bahn zu nutzen, muss weiter gefördert und ausgebaut werden.

Viele Minimalismus-Urlauber, wie Camper, Wohnmobilisten und Segler haben die platzsparenden E-Flitzer bereits für sich entdeckt.

Die Bekanntheit und Neugier, die mit dem Thema Elektromobilität einhergehen, steigen immer weiter.

Das Potential ist also vorhanden.

 

LEIHEN ODER KAUFEN

Die Möglichkeit, sich einen E-Scooter zu leihen und ihn am Zielort stehen zu lassen ist super. Du hast somit die großartige Chance „so ein Ding“ erstmal auszutesten, bevor du dir einen eigenen zulegst. Eventuell weißt du ja auch noch gar nicht, wie oft du einen eigenen E-Scooter überhaupt nutzen würdest und ob das überhaupt etwas für dich ist.

Wenn du erst einmal überzeugt bist, ist der Kauf eines eigenen Elektrorollers allerdings die wirtschaftlichere Entscheidung. Natürlich können die Anschaffungskosten einmalig im Portemonnaie weh tun, allerdings hast du diese Kosten bei regelmäßiger Nutzung super schnell wieder raus.

Außerdem kannst du dir, wenn du dir einen eigenen Roller kaufst, einen aussuchen, der genau auf deine Bedürfnisse zugeschnitten ist.

In Bezug auf Reichweite, Gewicht, Bereifung, Leistung, etc. hast du sehr viele Möglichkeiten, den perfekten Elektroroller für dich zu finden.

Dabei helfen wir dir übrigens super gerne!

 

E-SCOOTER IN DER KRITIK

Wie bereits aufgelistet werden hier und dort auch Stimmen gegen den Gebrauch von E-Scootern laut. Viele davon sind begründet aber nicht in Stein gemeißelt. Für alle Probleme, die jetzt noch zu beobachten sind, gibt es bereits Lösungen oder werden Lösungen entwickelt.

Es liegt jetzt an jedem selbst, dem E-Tretroller eine Chance zu geben und somit unsere Zukunft Stück für Stück sauberer und ruhiger zu machen.

RESUMÉ

Wir haben viel Positives und einige negative Aspekte der E-Scooter-Mobilität beleuchtet. Einen bitteren Beigeschmack haben die E-Roller hauptsächlich durch den schlechten Umgang und den Vandalismus, der oft an den Mietexemplaren begangen wird. Dies hat zur Folge, dass die Scooter viel zu schnell wieder verschrottet werden müssen.

Dabei haben die Roller durchaus das Potenzial die Mobilitätswende maßgeben mitzugestalten und Mobilität nachhaltiger zu machen: wenn sie das Autofahrten ersetzen.

 

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