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E-Scooter mit STRAßENZULASSUNG – JA ODER NEIN?

E-Scooter mit STRAßENZULASSUNG – JA ODER NEIN?

Überall sieht man sie: Die E-Scooter!

Doch was bedeutet eigentlich „überall“?

Darf man mit diesen elektrischen Flitzern wirklich überall fahren?

Nein.

Denn es gibt große Unterschiede zwischen E-Scootern mit offizieller Straßenzulassung und denen ohne.

Was genau die wichtigsten Unterschiede sind, welche Variante die richtige für DICH sein könnte und womit du rechnen musst, wenn du ohne Straßenzulassung auf der Straße unterwegs bist, erfährst du in diesem Beitrag.

 Stadt

WAS BEDEUTET STRASSENZULASSUNG

Um mit deinem E-Scooter am öffentlichen Straßenverkehr, also dort, wo die StVO gilt, teilnehmen zu dürfen, muss er eine offizielle Straßenzulassung besitzen.

Diese bekommt er nicht einfach so. Er muss strenge Voraussetzungen erfüllen, um diese zu bekommen:

 

  • Eine Lenk- oder Haltestange muss vorhanden sein
  • Die Bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit darf nicht mehr als 20 km/h betragen
  • Die Nenndauerleistung darf Folgendes betragen: 500 Watt dürfen nicht überschritten werden bzw. bis 1.400 Watt, wenn mindestens 60 % der Leistung zur Selbstbalancierung verwendet werden
  • Die Maximalfahrzeugmasse ohne Fahrer darf 55 kg nicht überschreiten
  • Zwei voneinander unabhängige Bremsen müssen vorhanden sein
  • folgende Lichter müssen vorhanden sein: Scheinwerfer, Schlussleuchte, Rückstrahler und Seitenreflektoren
  • Eine gut hörbare Glocke/Klingel muss an dem Elektro-Tretroller angebracht sein
  • Es muss eine Versicherung abgeschlossen sein und eine gültige Versicherungsplakette bestehend aus 3 Ziffern und 3 Buchstaben wir angebracht

Bist du nun stolzer Besitzer eines E-Scooters mit Straßenzulassung, musst du dich an die gültigen Verkehrsregeln halten. Wie du dich mit deinem Elektro-Flitzer im Straßenverkehr verhalten musst, kannst du in unserem  Blogbeitrag zum Thema nachlesen.

 Blogbeitrag

WARUM WIR E-SCOOTER MIT STRASSENZULASSUNG LIEBEN

Ein Tretroller mit Elektroantrieb, der auf öffentlichen Straßen fahren darf, besitzt viele Vorteile.

Wer sich ein solches Gefährt zulegt, tut dies höchstwahrscheinlich, um schnell von A nach B zu kommen.

Natürlich sind die ökologische Art und Weise der Fortbewegung sowie der nicht zu verachtende Fun-Faktor dabei zumeist der Hauptgrund, wenn die Entscheidung für einen E-Roller fällt.

Jedoch stehen auf der Pro-Seite noch viele weitere Punkte. Man denke beispielsweise an die lästige Parkplatzsuche, die einem jeden Auto-Pendler täglich einen kalten Schauer den Rücken herunterlaufen lassen. Diese fällt mit einem E-Scooter gänzlich weg, denn du kannst ihn bequem zusammenklappen und ihn mit ins Büro nehmen.

Der Weg zur Arbeit ist ein paar Kilometer weiter? Kein Problem! Du darfst deinen elektrischen Roller im öffentlichen Nahverkehr mitführen und kannst ihn dann vor Ort einfach benutzen, um von der Bus- oder Bahnstation den Weg zu deinem finalen Ziel fortzusetzen.

Ganz ohne Abgase und laute Motorengeräusche gleitest du dann komfortabel dahin, wo auch immer du hinmöchtest.

A pro pos „Abaase“….. Wer diese produziert, muss Sprit tanken. Keine günstige Angelegenheit heutzutage! Ein E-Scooter entlastet also nicht nur die Umwelt, sondern auch dein Portemonnaie.

Nun ja, all diese Punkte passen wohl auch zum guten alten Drahtesel. Jedoch hat ein E-Tretroller den entscheidenden Vorteil, dass du unterwegs nicht in Schwitzen kommst. Du musst nämlich fast nichts machen, um voranzukommen. Natürlich ist Bewegung sehr wichtig, keine Frage! Allerdings gibt es (viele) Gelegenheiten, zu denen du lieber frisch erscheinen solltest oder möchtest. Da fällt uns spontan das erste Date ein. Auch ein Meeting lässt sich ohne große Schweißflecke am Rücken leichter aushalten. Auch deine Tischnachbarn im. 5-Sterne-Restaurant sind sicherlich dankbar, wenn es nicht unbedingt streng aus deiner Richtung herüberzieht.

 Angebot e-Scooter mit Zulassung

WARUM E-SCOOTER OHNE STRASSENZULASSUNG ABER AUCH GANZ COOL SIND

Abgesehen davon, dass du bei deinem Scooter ohne Straßenzulassung nicht unbedingt alle strengen physischen und technischen Voraussetzungen erfüllen musst, um damit wild umherzudüsen, haben Modelle, die nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen sind, auch weitere attraktive Vorteile.

Bevor wir dir diese hier jedoch nennen, möchten wir dich allerdings unbedingt darauf hinweisen, dass es aus Sicherheitsgründen trotzdem ratsam ist, deinen E-Scooter regelmäßig zu warten.

Kommen wir nun zu den entscheidenden und vermutlich ausschlaggebenden Vorteilen, die E-Scooter-Modelle ohne offizielle Straßenzulassung mit sich bringen: Die Motorleistung und Höchstgeschwindigkeit!

Denn mit einer Leistung von bis zu 2000 Watt (2x 1000 Watt-Motor) kannst du mit dem entsprechenden Roller auf unglaubliche 80 km/h kommen! Genau das Richtige für unsere Adrenalin-Junkies, die abseits der öffentlichen Straßen mal so richtig Gas geben möchten, oder sich durch unbeständiges Offroad-Gelände wagen wollen. 

 Gelände

WO IST DAS FAHREN OHNE STRASSENZULASSUNG ERLAUBT?

Ohne eine Straßenzulassung darfst du mit deinem E-Scooter nicht am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. Durch die Stadt zur Arbeit beispielsweise geht also nicht.

Wenn du dir allerdings diesen elektrischen Flitzer nur zugelegt hast, um damit in deiner Freizeit aus Spaß herumzuheizen oder ihn für deine Mitarbeiter brauchst, damit sie im Lager schneller von A nach B kommen, liegst du mit einem elektrischen Tretroller ohne Straßenzulassung genau richtig.

Du darfst also auf Privatgelände und Privatwegen fahren und teilweise sogar auf anderen Offroad-Wegen abseits der öffentlichen Straßen.

 

DIE LIZENZ ZUM ….. STRAFE ZAHLEN?

Du findest, dass dein eigener E-Scooter eigentlich auch relativ sicher ist und du bist bereit, dich an die zulässigen 20 km/h Höchstgeschwindigkeit zu halten? Na, dann kannst du ja auch ausnahmsweise mal ohne offizielle Zulassung mit deinem Scooter über die Hauptstraße zur Arbeit fahren, oder?

Leider müssen wir dir sagen, dass dies nicht zulässig ist. Solltest du ohne Straßenzulassung auf Wegen erwischt werden, die der StVO unterliegen, kannst du, neben einer Verwarnung durchaus mit Bußgeldern rechnen.

Ab einem Alter von 14 Jahren, darfst du dich mit deinem elektrischen Tretroller auf der öffentlichen Straße bewegen. Einen Führerschein benötigst du dafür nicht. Jedoch ist es notwendig eine spezielle Versicherung abzuschließen und eine entsprechende Plakette am Roller anzubringen. Solltest du dich dabei erwischen lassen, eine dieser Voraussetzungen nicht zu erfüllen, winkt eine Geldstrafe von 40,00€ und es kann ein Verfahren wegen Fahrens ohne Versicherungsschutz eingeleitet werden.

Ohne Straßenzulassung kommen sogar satte 70,00€ auf dich zu.

Außerdem gehören E-Scooter auf die Straße oder den Fahrradweg. Hältst du dich daran nicht, zahlst du mindestens 55,00€. Wenn dabei Fußgänger behindert oder verletzt werden oder es sogar zu einem Todesfall kommt, wird es natürlich deutlich teurer. 

Wir haben auch einen Blogbeitrag für dich, in dem wir dich darüber aufklären, was du beachten solltest, wenn du deinen E-Scooter fit für die Saison machst. Dort findest du weitere wichtige Tipps für die Sicherheit im Straßenverkehr! 

Blog 2 

STRASSENZULASSUNG IM NACHHINEIN?

Seit 2019 gibt es das neue E-Scooter-Gesetz (Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung), nach dem man für Elektrokleinstfahrzeuge eine Straßenzulassung benötigt. Du hast dir deinen Flitzer allerdings schon 2018 gekauft und besitzt somit keine Zulassung? Nun stellt sich natürlich die Frage, ob ein älterer E-Scooter im Nachhinein eine solche Zulassung erlangen kann. 

Zunächst solltest du schauen, ob dein Scooter die oben genannten Voraussetzungen erfüllt. Denn um ihn mit einer Haftpflichtversicherung zu versichern, benötigt er grundsätzlich eine ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis). Diese wird vom Kraftfahrzeugbundesamt erteilt und kostet den Hersteller viel Zeit und Geld. Bei erfolgreicher Prüfung erlangt das Fahrzeug dann eine sogenannte Typengenehmigung.

Die bittere Erkenntnis: E-Scootermodelle von vor 2019 besitzen alle keine ABE und somit auch kein reguläres Typenschild. Somit sind wie für eine Straßenzulassung ausgeschlossen.

Es gibt allerdings noch ein Licht am Ende des Tunnels. Du kannst für einen Elektroflitzer bei deiner zuständigen KFZ-Zulassungsstelle ein Einzelgutachten erstellen lassen um eine Einzelbetriebserlaubnis für Fahrzeuge nach §21 StVZO zu erhalten. Dies dürfte jedoch sehr aufwendig und relativ teuer sein, da es beispielsweise fraglich bleibt, ob eine Drosselung auf 20 km/h von dem Kunden dauerhaft selbst vorgenommen werden kann.

 

FAZIT: Ohne ABE und Typenschild ist keine Haftpflichtversicherung möglich und somit auch keine Straßenzulassung. Es ist also nahezu unmöglich seinen E-Scooter nachträglich zulassen zu lassen.

 

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